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FabLab steht für “fabrication laboratory”, zu Deutsch “Herstellungslabor”´oder „Fabrikationslabor“. Die Ursprungsidee stammt aus den USA, das erste FabLab wurde von Neil Gershenfeld am Massachusetts Institute of Technology (MIT) im Jahre 2002 gestartet und ist seitdem zu einer weltweit schnell wachsenden Bewegung geworden.

Fablabs verstehen sich als Community basierte Werkstätten der Zukunft. Avancierte Hochtechnologie wird in seinen Grundzügen und mit einfachen Mitteln dem interessierten Laien zur Verfügung gestellt. Somit sind Fablabs gleichzeitig Orte der Innovation und der technischen und handwerklichen Wissensvermittlung.

FabLabs ermöglichen den Zugang zu Produktionstechnologien und Produktionswissen auch dort, wo dies aus Gründen von Bildung, Alter, Wohlstand oder Region eher schwierig ist. So helfen FabLabs in Indien, Asien oder Afrika, lokale Probleme zu lösen und die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen. In Industrienationen vermitteln FabLabs technisches Know-how zum Beispiel für Kinder und Jugendliche außerhalb des regulären Schul- oder Hochschulsystems und tragen so zu einer Erhöhung der Bildungsgerechtigkeit bei. FabLabs richten ihre Aktivitäten nach der internationalen „Fab Charter“ aus. Die Charta ist das Selbstverständnis der Fab Labs und gibt Leitlinien für die Bereiche „Mission“, „Zugang“, „Bildung“, „Verantwortung“, „Geheimhaltung“ und „Geschäft“.In der Charta sind wichtige Aspekte wie der offene Zugang, Verantwortung für das eigene Handeln gegenüber anderen Menschen, Maschinen und der Umwelt, offene Wissensvermittlung, geistige Eigentumsrechte und kommerzielle Aktivitäten geregelt.

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FabLabs agieren nicht isoliert, sondern innerhalb einer globalen Open-Source-Gemeinschaft. Die Vernetzung mit aktueller Kommunikations- und Informationstechnologie ermöglicht ungehinderten Datenaustausch. Privatpersonen, ebenso wie klein- und mittelständische Unternehmen, Industrie und Forschungseinrichtungen, nutzen die Labore als Brutstätte für die Entwicklung von Innovationen.

Gerade die Vernetzung von Technik, Kunst und Bildung im Kontext mit generationenübergreifendem Lernen und Eigenarbeit macht ein FabLab so spannend.

Derzeit gibt es an die 300 FabLabs weltweit (in über 40 Ländern). Russland alleine baut in naher Zukunft zusätzlich an die 170 FabLabs.

 

Mehr über die Maker Austria ist auch hier noch zu finden: