Maker Austria

Maker Austria und unsere selberMACHEREI (MakerSpace) soll ein innovativer, kreativer und sozialer Ort werden, nicht nur für AnwohnerInnen, sondern für alle WienerInnen und BesucherInnen. Wir wollen mitten in der Stadt Leben, Arbeit und Freizeit in einer neuen Weise verbinden, Wissen vermitteln und Perspektiven für eine andere, bessere Stadt schaffen.

Wir sind ein offener Raum für alle Menschen und ohne zielgruppenspezifische Einschränkungen. Egal, ob man nur eine Idee hat, schon erste Erfahrungen oder einfach nur etwas ausprobieren möchte, man musst auch kein Experte sein – was man noch nicht kann, kann man bei uns lernen. Bei Maker Austria kann man gemeinsam mit Gleichgesinnten die heutigen vielfältigen Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung nutzen!

Im Vordergrund stehen dabei die Wiederaneignung von technischem Wissen und die eigene Kontrolle über einen Prozess von der kreativen Idee bis zur tatsächlichen praktischen Umsetzung. Dabei gibt es bewusst Anleihen aus der Open Source Bewegung, technisches Wissen aus der privatwirtschaftlichen Umklammerung herauszulösen und der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Der Grundgedanke eigene Produkte zu entwerfen und diese dann auch mit Maschinen zu produzieren, die in ähnlicher Form sonst nur in Fabriken zu finden sind, impliziert eine andere nachhaltige Sicht auf Gegenstände unseres Alltags, die wir selbst herstellen und gestalten können. Maker Austria möchte ein breites Spektrum an Möglichkeiten bieten, auf spielerischem Wege die Ehrfurcht vor Technik zu überwinden und innovative wie auch künstlerische Projekte umzusetzen. Dazu gehören Selbstbau und Verbesserung von Maschinen, sowie Bildungskurse für Jung und Alt in Wien.

Ziel ist es eine offene Bildungsstätte zu etablieren, die selberMACHEREI soll einen Ort des gemeinsamen Lernens und der Wissensvermittlung bieten. Eingeladen zu lernen, auszuprobieren, selbst zu produzieren und erworbenes Wissen weiterzugeben, sind alle – ob Rentnerin aus der Nachbarschaft, kreativer Freischaffender, Studentin, Handwerkerin, Jugendlicher oder Universitätsprofessorin. Ein wichtiger Teil des Konzepts sind Bildungsangebote und Workshops, die regelmäßig für Schüler, aber auch für Hausfrauen, Heimwerker und Elektronikfreaks angeboten werden.

Maker Austria liegt besonders am Herzen, gerade jungen Menschen eine Affinität zu Technik zu vermitteln. Der MakerSpace will ihnen Zugang zu einem Umfeld verschaffen, in dem kreative Enthusiasten aus vielen verschiedenen Disziplinen peer to peer Wissen austauschen und sich in ihrer Arbeit gegenseitig inspirieren. Maker Austria möchte mit seiner Arbeit dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche verbesserte Zugangsmöglichkeiten zur Arbeitswelt und zum gesellschaftlichen Leben bekommen.

Maker Austria bezieht sich in seinem Ansatz auf den bundesweiten Mangel an FacharbeiterInnen sowie Nachwuchssorgen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Besonderes Augenmerk liegt auf der Heranführung von Mädchen und jungen Frauen an diese Berufsgruppen. Basierend auf den Erfahrungen der niederländischen FabLab-Community, ziehen ähnliche Einrichtungen zu etwa gleichen Anteilen sowohl männliche, als auch weibliche NutzerInnen an. Mädchen und junge Frauen entwickeln ebenso einen Affinität zu technischen Disziplinen, wie ihre männlichen Altersgenossen. Ursache dafür könnte sein, dass es dabei nur selten um „pure“ Technik geht, sondern immer auch um gestalterische Aspekte. Die selberMACHEREI  lässt ausreichend Freiraum für eine spielerische, intuitive und experimentelle Annäherung an Technik, die über eine rein logisch-rationale Durchdringung hinausgeht.

Die Bandbreite an Themen, Materialien und Techniken ist groß. Deshalb wollen wir auch Experten von außerhalb einladen und die Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen etablieren. Kindergärten, Schulen, Hochschulen und andere Institutionen sollen die Räume und Geräte der  selberMACHEREI für eigene Kurse mieten können. Sämtliche Lösungen, die im Laufe der Zeit entwickelt werden, werden als offene Dateien im Maker-Netzwerk für alle zugänglich gemacht.

Mehr über die Maker Austria ist auch hier noch zu finden: