Hallo an alle interessierten im Maker Austria,

hier eine Nachlese, was aus den Interface der Veranstaltung  “Der Amateurfunk stellt sich vor” geworden ist.

Hier meine Aufbau, schon in einem Gehäuse eingelegt (aus Kunststoff ausgefräst, wird dann noch mit Silikon ausgegossen, somit ist es dann Allwetterfest) und unten in Funktion.

 

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Was kann man(n/Frau) damit anfangen? Wie unten zu sehen, wird ein Funkgerät mit dem Interface an ein Android Tablet angeschlossen. Die Stromversorgung des Interface wird aus dem Tablet, der Fremdspeisung des Mikrofonanschluss entnommen.

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Alles nicht so spektakulär. Mit der oben gezeigten Mini-Ausrüstung, sowie etwas Draht als Antenne und geringster Leistung (ab einigen Watt) ist es aber hier schon möglich, schöne Funkverbindungen auf schriftlicher Basis aufzubauen. Die Modulation nennt sich PSK 31 und ist eine der neuen Möglichkeiten (als Alternative für z.B.  RTTY = Fernschreiben) zu sehen. Mit solchen Einheiten (meistens sind diese noch viel kleiner ~ 2 Kg) sind einige OM´s mit dem Fahrrad unterwegs oder kraxeln damit auf die umliegenden Berge. Dabei ist das Gewicht doch wesentlich und wir versuchen mit solchen Lösungen dieses zu reduzieren.

Warum machen wir das? Weil es einfach Spaß macht, sich mit der Technik auseinanderzusetzen, die Teile z.T. selber zu bauen und diese Module dann in der Praxis auch auszuprobieren. Mit solchen Mini-Lösungen lassen sich durchaus einige 1000 Km überbrücken. Der Inhalt der Nachrichten ist dabei gar nicht so wichtig, wir tauschen z.B. nur unsere Stationstastebeschreibungen, Name, Standort und die Qualität der empfangenen Signale aus. Daraus können wir abschätzen, wie gut unserer Station funktioniert und daran feilen, diese immer weiter zu verbessern. Mir macht es Spaß, diese Mini-Ausrüstung z.B. auch auf Urlaub nach Griechenland mitzunehmen und mit meinen Funkfreunden Verbindung aufzunehmen. Das ist besonders interessant, da ich ja deren Anlage kenne und hier die Unterschiede dann höre (oder auch nicht, muss ja nicht funktionieren, ist ja kein Telefon).

Wer verwendet solche Systeme noch? Fahrtensegler, da wird es doch manchmal langweilig, immer nur Wasser und Wind. Hiermit ist es möglich, ihren Lieben zu Hause, Nachrichten zukommen zu lassen, dass sie noch leben oder Hilfe brauchen. Hier wird aber meisten eine andere Modulation wie z.B. PACTOR verwendet. Diese Spielart ermöglicht eine sicher Übertragung (und ein Anbindung ans Internet). Dieses Verfahren wird auch im Notfunk angewendet. Wobei, wie bei den Fahrtensegler, Radfahrer, Bergkraxler und im Notfunk darum geht, dass die Energiequellen nur sehr begrenzt vorhanden sind.

So viel geschrieben, wenn sich einer von euch dafür interessiert, (leider muss, um Senden zu dürfen, eine Prüfung bei der Fernmeldebehörde abgelegt werden) einfach im Maker Austria vorbei schauen, bin oft am Fr. oder Sa ab 17:00 Vorort.

 

73 de Ferdinand

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